
Wir können uns den Luxus eines Nichtfachmannes auf dieser hochdotierten Stelle nicht leisten.
In Kierspe scheidet der Stadtdirektor nach der Kommunalwahl 1999 aus. CDU, SPD, und Bündnis 90/Grüne wollen diese hochqualifizierte Stelle mit einem Nichtfachmann besetzen. In der freien Wirtschaft wäre das ein unmöglicher Vorgang.
Bei Kommunen ab ca. 100.000 Einwohnern kann das sinnvoll sein, da in Städten dieser Größe genügend Repräsentationsaufgaben anfallen, mit denen der Nichtfachmann beschäftigt werden könnte. In Kierspe wird es auch nach der Wahl ehrenamtliche Bürgermeister geben, die diese Aufgaben übernehmen können.
Egoistisches Denken der drei anderen Parteien hat die Unterstützung für einen ausgezeichneten Fachmann, wie wir ihn in Kierspe besitzen, verhindert. CDU, SPD und Bündnis 90/Grüne haben nur eines im Sinn: sich mit einem Bürgermeisterkandidaten aus ihren eigenen Reihen Vorteile zu verschaffen. Es kostet Sie als Bürger viel Geld und bringt keinerlei Vorteile. Andere Städte in der Nachbarschaft gehen da viel klüger vor!
Es ist unverantwortlich, wenn der hauptamtliche Bürgermeister neuer Prägung ohne fachliche Qualifikation eine höhere Besoldung erhält als ein Stadtdirektor, zumal sich seine Rentenansprüche danach richten. Somit wird jedem klar, dass nur parteipolitische und persönliche Gründe für die Nominierung der drei Kandidaten ausschlaggebend waren!
Im Vorfeld haben sich alle politischen Gruppen in Kierspe einen parteilosen Beigeordneten und Kämmerer gewünscht. Im Nachhinein zeigt sich, dass man auch in Kierspe ohne ein Parteibuch keine Unterstützung findet. Die UWG bedauert, dass nicht im Sinne der Bürger und der maroden städtischen Finanzen entschieden wurde!
Im Kiersper Rathaus hat man 1998 durch ein unabhängiges Büro eine Stellenbewertung vorgenommen. Ziel war es, die Besoldungsgruppen auf Leistung und Fachwissen abzustimmen. Das Verhalten der anderen Parteien in der Bürgermeisterfrage will dazu nicht passen. Es ist unverständlich!
Alle Parteien hätten gut daran getan, unseren Vorschlag aufzunehmen und den Fachmann Frank Emde als hauptamtlichen Bürgermeister zu nominieren.
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